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Gut behütet

In der kalten Jahreshälfte rückt die Kopfbedeckung wieder ins breite Licht der Öffentlichkeit. Auch wir ließen es uns nicht nehmen, rechtzeitig zum Herbstbeginn einen „Hutmarket“ zu organisieren, bei dem Interessierte Hutdesigner kennenlernen, Mützen shoppen und alte Kopfbedeckung wieder schick machen lassen konnten. Der Andrang war groß, denn der Hut liegt im Trend.

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Gehörte eine schicke und auf die Garderobe abgestimmte Kopfbedeckung bis in die 60er Jahre hinein zum guten Ton, erlebten Hüte in den folgenden Jahrzehnten eine Flaute. Allein in Deutschland stellten zwischen 1968 und 1976 fast 40 Prozent aller Hutfabriken den Betrieb ein. Wenn seitdem etwas auf den Kopf gesetzt wurde, dann höchstens etwas Wärmendes, Bequemes und Unkompliziertes. Und für dieses etwas gab man – außerhalb des Adels – selten besonders viel Geld aus. Doch seit etwa zwei Jahren entdecken immer mehr junge Modeinteressierte den Hut wieder für sich. Und zwar nicht nur als Mittel zum Zweck, sondern als wertvolles Accessoire, das den eigenen Stil unterstreicht.

Besonders beliebt und auf den Kurfürstendamm in zahlreichen Geschäften erhältlich: der Fedora. Der klassische Filzhut mit breiter, von leicht nach unten gebogener Krempe, galt lange als klassischer Herrenhut. Dabei war er von vornherein auch für weibliche Köpfe vorgesehen. „Erfunden“ wurde der Fedora nämlich in den 1880er Jahren für die Hauptdarstellerin im gleichnamigen Theaterstück des Pariser Dramatikers Victorien Sardou. Nachdem die zugleich lässige und stilvolle Kopfbedeckung lange knallharten Mafiosi, gewitzten Privatdetektiven und smarten Schauspielern vorbehalten war, hat er sich heute seinen Platz auf männlichen und weiblichen Köpfen aller Art zurückerobert.

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Denn der Fedora vereint lässigen Schick mit Bequemlichkeit und guter Alltagstauglichkeit. Für Frauen ist die Hutkrone dabei etwas schmaler geschnitten. Trendsetter greifen mutig zu leuchtenden Farben; klassische Farben und Schnitte lassen sich besser mit Filzhüten in schwarz, grau oder braun kombinieren. Eines sollte vor dem Hutkauf beachtet werden: Je schmaler die Schulter, desto schmaler sollte auch die Krempe sein. Sonst sieht man schnell aus wie ein Fliegenpilz.

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