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Was es mit der Martinsgans auf sich hat

Als Martin von Tours kennen ihn nur noch die Wenigsten. Doch als Heiliger Martin wird der im Jahr 397 verstorbene Bischof auf der ganzen Welt verehrt. Jährlich erinnern Katholiken und Protestenten zum Tag seiner Beisetzung am 11. November an die selbstlosen Taten des bekennende Christen. Gleich vier Bücher wurden bereits kurz nach seinem Tod über „Die Wunder des heiligen Martin“ verfasst.

ellington-hotel-berlin-heiliger-martinDer auf dem Gebiet des heutigen Ungarn geborene Sohn eines römischen Tribuns begann seine Laufbahn beim römischen Militär, ließ sich 351 im Alter von 36 Jahren taufen, gründete mehrere Klöster und verschrieb sich bis zu seinem Tod im Alter von 81 Jahren der Verbreitung und Festigung des Christentums.

Am bekanntesten ist wohl die Legende, der zufolge dem berittenen Soldaten Martin am Stadttor von Amiens ein unbekleideter Bettler begegnete. Martin teilte seinen Mantel – der übrigens kein roter Offiziersmantel, sondern ein weißer, mit Schaffell gefütterter Gardisten-Überwurf war – in zwei Hälften und reichte eine davon dem Bedürftigen. In der folgenden Nacht erschien Christus dem Heiligen im Traum – bekleidet mit eben jener Mantelhälfte, die er am Stadttor gespendet hatte. Auf dem sogenannten Sankt-Martins-Umzug wird bis heute an die selbstlose Tat erinnert.

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Weniger eindeutig lässt sich der Brauch der Martinsgans herleiten. Eine Überlieferung berichtet, dass Martin sich, als die Einwohner von Tours ihn zum Bischof weihen wollten, aus Bescheidenheit in einem Gänsestall versteckte. Durch aufgeregtes Geschnatter deckten die Vögel das Geheimnis auf und Martin konnte gefunden und ins Amt eingeführt werden. Auch folgende Legende ist in Umlauf: Als der untergetauchte Martin von einem Mann um Hilfe für dessen erkrankte Frau gebeten wurde, konnte er aus Barmherzigkeit nicht ablehnen. Als Martin jedoch im Haus des Paares erschien, war er so schmutzig, als habe er längere Zeit in einem Gänsestall verbracht. Und eine weitere Erzählung besagt, dass der bereits geweihte Bischof bei seiner Predigt von einer Gänseschar unterbrochen wurde – und zwar mitten in der Kirche. Zur Strafe wurden die Vögel zu Braten verarbeitet.

Alle überlieferten Legenden dürften erst aus dem 16. Jahrhundert stammen. Historisch wird vermutet, dass die Martinsgans an eine um den Martinstag fällige Lehnspflicht erinnert. Die Abgabe bestand häufig aus einer Gans und verband sich mit den Martinstag-Feierlichkeiten zu einem gemeinschaftlichen Festessen – das auch im ELLINGTON Hotel Berlin begangen wird.

Traditionell serviert am 11. November Küchenchef Florian Glauert und sein Team ein Drei-Gänge-Gänsemenü für EUR 49,00 pro Person.

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