Astrid
Astrid PR & Marketing Managerin

Unser Gold vom Dach

Das wichtigste Nutztier der Menschheit ist klein, gestreift und kann fliegen. Die Rede ist von der Biene. Mindestens 70 Prozent der weltweit bedeutendsten Nutzpflanzen sind auf Fremdbestäubung durch Honig- oder Wildbienen angewiesen. Alleine in Deutschland wird die Wirtschaftsleistung der bestäubenden Insekten auf 4 Milliarden Euro geschätzt.

Doch obwohl unersetzlich für unsere Landwirtschaft, geht es der Biene nicht gut. Vor allem der großflächige Einsatz von Insektiziden sorgt dafür, dass das sogenannten Bienensterben weltweit um sich greift. Neben dem Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln wird auch die Unter- oder Fehlernährung durch Monokulturen in der Landwirtschaft für die Dezimierung der Bienenbestände verantwortlich gemacht.

Doch manchmal naht Rettung aus unerwarteter Richtung. Nicht nur mit ökologisch bewirtschafteten Äckern und (Blumen-)Gärten auf dem Land kann man Bienen nämlich eine Freude machen. Auch und gerade in der Stadt finden immer mehr Honigbienen-Völker eine neue Heimat. Unter dem Stichwort „Urban Beekeeping“ siedeln (Hobby-)Imker ihre Völker im urbanen Raum an.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Da Blumen nie aus der Mode kommen, finden die kleinen Tiere in den meisten Städten reichlich und vielfältige Nahrung. Bepflanzte Balkone, Blumenkästen, Parks, Kleingartenanlagen oder gemeinschaftlich bewirtschaftete „Urban Gardening“-Projekte sorgen dafür, dass ihnen der Nektar nicht so schnell ausgeht. Auch auf den großflächigen Einsatz von aggressiven Pestiziden und Insektiziden wird im Stadtraum weitgehend verzichtet. Das gewährleistet – wie Tests ergeben haben – einen besonders unbelasteten Honig-Genuss. Eine große Chance für die Insekten. Wie erfolgreich die Bienenhaltung etwa in einer Metropole wie Berlin funktioniert, beweisen immer mehr lokale Imker. Mehrere hundert Stadtimker gibt es alleine in der deutschen Hauptstadt.

Auch das ELLINGTON HOTEL BERLIN produziert mit Hilfe fleißiger Bienen seinen eigenen Honig, der vor allem zur Frühstückszeit zum Einsatz kommt. Sobald es die Witterung zulässt, werden auch 2018 mit Hilfe der Salubria Imkerei und Honigmanufaktur aus Brandenburg wieder vier Bienenstöcke auf dem Dach unseres Hotels platziert. Von dort aus schwärmen die Bienen bis in den Herbst hinein aus, um besten Dach-Gold-Honig zu produzieren.

 


(c)Fotos: pixabay.com

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